Filme vom Topf auf den PC/MAC übertragen

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Ein TopfWiki-Tutorial, weitere siehe unter Tutorial



Filme kann man vom TF 7700 über die USB-Schnittstelle oder über eine LAN-Anbindung per ftp (ab Firmare 29) oder TopfieldGUI downloaden. Am schnellsten geht es, wenn man die Festplatte ausbaut und in den PC hängt oder über einen Adapter an den PC/MAC hängt (ohne Ausbau der Platte)!


Inhaltsverzeichnis

Grundsätzliches

Der TF7700 verwendet ein Topfield spezifisches Format um die Aufnahmen zu speichern. Aufnahmen werden in max. 1,5 GByte große Stücke zerlegt und einige Steuerdateien erzeugt. Die eigentlichen Filmstücke (Bild und Ton) werden mit .rec (1. Teil) und dann fortlaufend mit 001, 002, 003, ...., 00x gekennzeichnet. Die Steuerdateien haben die Endungen .add und .idx. Sie enthalten die notwendigen Informationen, mit denen ein Film auf dem Topf abspielbar ist.

Die vom Topf aufgenommenen Filme liegen prinzipiell als Transportstream vor (Endung eigentlich .ts). Topfield versieht diesen Transportstream aus nicht bekannten Gründen mit speziellen Informationen (vermutlich auch um die 1,5 GB Stücke zu handhaben) und speichert sie als .rec, 001, 002, 00x Dateien.

Die .rec Dateien lassen sich aber mit vielen Playern auf dem PC/MAC ohne Umwandlung in ein anderes Format ansehen. Wenn ein Player die rec (und 001, 002, ...) Dateien nicht direkt abspielt, hilft es meist, sie in .mpg oder .ts umzubenennen um sie mit VLC abzuspielen.


Ãœbertragungswege

Man kann die aufgenommenen Sendungen auf drei Arten vom TF7700 zu einem PC/MAC übertragen:

1. Man schließt eine externe Festplatte am USB-Anschluss des Receivers an. (schnell)

2. Man ruft über den Netzwerkanschluss und mit einem Browser die Web-GUI des Receivers auf und kopiert mit der Dateiliste die einzelnen Dateien auf den PC/MAC. (sehr langsam und umständlich) Nachteile:

  • JEDE DATEI muss einzeln angewählt und deren Ziel ausgewählt werden.
  • Die Dateien werden zuerst auf der Partition des Betriebssystems gespeichert und erst nach dem Download zum gewählten Ziel kopiert.
  • Die Partition des Betriebssystems verliert für jede übertragene Datei - entsprechend ihrer Größe - an Speicherplatz. Dieser Speicherplatz kann über das löschen der "Temporären Dateien" wiederhergestellt werden.

Etwas komfortabler geht das mit dem Tool TopfieldGUI (PC), da man damit die Dateien nicht einzeln auswählen muss....es bleibt aber langsam.

3. Per Netzwerk und einem FTP-Programm: Diese Möglichkeit ist die Beste, funktioniert aber nur mit Firmware-Versionen >26 ! Man greift über den Netzwerkanschluss und mit einem FTP-Programm direkt auf die Festplatte des Receivers zu und kann sich alle Dateien ansehen die darauf gespeichert sind. (FTP-Programme sind Programme mit denen man auch Dateien auf Internetseiten - Server im Internet - hochladen kann.) Die Domain des Servers ist dann die IP-Adresse des Receivers.

Vorteile:

  • Die Dateien werden ohne den Umweg über das Betriebssystem direkt zum ausgewählten Ziel übertragen.
  • Es können beliebig viele Dateien markiert werden, die dann nacheinander und automatisch zum ausgewählten Ziel übertragen werden! Während die Dateien übertragen werden, ist kein manuelles eingreifen mehr erforderlich.

Nachteile:

  • Die Ãœbertragung dauert ähnlich lange wie die der 2. Möglichkeit.
  • FTP-Programme benötigen eine IP-Adresse, einen Benutzernamen und ein Passwort, um auf den Receiver zugreifen zu können. Unter Netzwerkeinstellungen steht dann unten zum Beispiel "Benutzer: guest" und "Passwort: 0000". Diese beiden Einstellungen sind aber erst in den aktuellen Firmwares (32 und 24) vorhanden, die leider noch Fehler haben! Die Version 7.00.26 (9. Oktober 2008) unterstützt noch keinen FTP. Aus diesem Grund muss vor dem Ãœbertragen die aktuelle und danach wieder eine ältere und funktionierende Firmware aufgespielt werden. Am besten überträgt man deshalb gleich alle neuen Aufnahmen auf einmal um den Aufwand zu reduzieren.

4. Anschluss der TF Festplatte per sATA direkt an den PC/MAC: sehr schnell!! Nachteil: man muss die Platte ausbauen bzw. einen entsprechenden Adapter haben.

Geschwindigkeitsvergleich

  • USB:Das übertragen einer 3422 Megabyte großen Aufnahme auf eine (leere) externe Festplatte, die am USB-Anschluss des Receivers angeschlossen ist, dauert etwa 8 Minuten und 33 Sekunden. (Hinweis: Je mehr Aufnahmen sich bereits auf einer externen Festplatte befinden, desto langsamer wird das übertragen von weiteren Aufnahmen! Die Gefahr von Abstürzen der Firmware steigt mit der Anzahl der bereits übertragenen Dateien!)
  • Netzwerk + FTP-Programm: Das übertragen einer 3422 Megabyte großen Aufnahme dauert etwa 12 Minuten und 39 Sekunden. (Hinweis: Man kann so viele Dateien auf einmal übertragen wie man will und auf dem Ziel können auch beliebig viele Dateien vorhanden sein, ohne das sich die Ãœbertragungsgeschwindigkeit verringert.)
Weil man mit einem FTP-Programm beliebig viele Aufnahmen auf einmal übertragen kann, bietet sich die Möglichkeit an gleich alle Aufnahmen auf einmal zum PC/MAC zu übertragen. Allerdings ist dies sehr zeitaufwändig! Zum Glück benötigen PC's/MAC's und Receiver ja keinen Schlaf und deshalb kann man die Aufnahmen auch über die Nacht, oder während man bei der Arbeit ist, übertragen lassen. Will man jedoch tatsächlich den kompletten Inhalt der Festplatte des Receivers auf einmal übertragen, dann ist dies immer eine größere Aktion. Beispiel: Wenn der Receiver eine 500 Gigabyte Festplatte hat (real 476,937 Gigabyte), dann dauert das übertragen aller Aufnahmen etwa 1763 Minuten. Das sind 29 Stunden und 23 Minuten!!!!
  • sATA: Transfergeschwindigkeit im Vergleich zu FTP um den Faktor 10 - 20 höher. So kann man damit bei direktem Anschluss der Platte an den internen sATA Bus eine komplette 500GB Platte in etwa 2 Std. übertragen. Bei Verwendung eines Adapters sATA -- USB geht es etwas langsamer, aber immer noch sehr fix.

Alle Geschwindigkeitsangaben sind natürlich stark hardwareabhängig

Film sichern bzw. aufheben und wieder am Topf abspielen

Wenn man den Film später u.U. wieder auf dem Topf ansehen will und keine Veränderungen vornehmen möchte, muss man alle Teile des Films (.rec bis 00x und alle Steuerdateien) kopieren. Später kann man dann alle Teile auf den Topf zurückkopieren und den Film ganz normal am Topf ansehen.

Mit "keine Veränderungen" ist wirklich keine Veränderung gemeint: kein schneiden, keine Werbeunterbrechungen rausnehmen, kein Vor-Nachlauf abschneiden etc. Das spätere Zurück- und Abspielen auf dem TF7700 geht nur, wenn man die Teile des Films nicht anfasst.

Filme bearbeiten

Wenn man den Film weiterbearbeiten (z.B. schneiden) will, reichen die .rec bis 00x Dateien. Die Steuerdateien kann man auf dem Topf lassen, sie werden nicht benötigt. Diese werden, wenn man den Film von der Topf-Platte löscht, mitgelöscht.

Hat man alle Teile auf dem PC/MAC/USB kann man:

'Persönliche Werkzeuge